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Sportheimbau des TSV Goßmannsdorf 1988-1990

 

Als der TSV am 12. März 1862 im Gasthof „Zur Schwane“ gegründet wurde, fanden zunächst jahrzehnte lang  alle Vereinsveranstaltungen in diesem Lokal statt. Später wechselte das Vereinslokal und man fand im „Schwarzen Adler“ bei Familie Hömer eine bleibende, über viele Jahre hinweg eine wunderbare Unterkunft mit Umkleideräumen und dem Saal für die vielfältigen Veranstaltungen des Vereins.

 

In den sechziger Jahren kam aber schon des Öfteren der Wunsch auf, ein eigenes Heim zu erstellen, doch scheiterte Vieles an der Finanzierung. Erst als im Rahmen der Flurbereinigung von der damals noch selbständigen Gemeinde Goßmannsdorf Planungen für eine Rasenspielfeld am Ellerweg ins Auge gefasst wurden,  wurden auch die ersten Ideen für ein eigenes Vereinsheim entwickelt.

Zunächst war an eine Mehrzweckhalle mit wirtschaftlichen Räumen gedacht. Da der Verein sich aber nicht in der Lage war, dieses Projekt alleine zu realisieren und keine Unterstützer fand, wurde es wieder verworfen. „Dieses Thema löste in der Versammlung ein heftiges Für und Wider aus und man kam zu keinem Entschluss“, so der Eintrag im Protokollbuch vom damaligen Vorstand Martin Klopf.

Erst 1976 wurde durch die Überschreibung eines geeigneten Grundstückes neben dem Fußballfeld von der Gemeinde und ihrem Bürgermeister Heinrich Schramm dieser Gedanke real ins Auge gefasst.

Konkret befasste man sich dann allerdings erst 10 Jahre später mit der Verwirklichung dieses Wunschtraumes. Als nämlich Mitte der achtziger Jahre der Antragsstopp für Zuschüsse zum Bau von Sportstätten in Bayern aufgehoben wurde, begann die Vorstandschaft sich nun intensiv mit dem Sportheim zu befassen und erarbeitete in Zusammenarbeit mit dem damaligen BLSV-Kreisvorsitzenden Leo Zehe erste Planskizzen für ein Gebäude mit Dusch- und Umkleideräumen, einer Tischtennishalle sowie einem Aufenthalts- und einem Gymnastikraum. Mit großer Mehrheit beschlossen schließlich die Mitglieder am 10. Oktober 1986 die Baumaßnahmen möglichst bald zu verwirklichen.

Das Finanzierungskonzept der Gesamtkosten von 748 500 DM sah einen Zuschuss der Stadt Hofheim mit 37 500 DM und des BLSV mit 164 500 DM vor. Ferner wurden 82 000 DM als zinsverbilligtes Darlehen zur Verfügung gestellt und aus Bundesmitteln zur Spitzenfinanzierung konnten weitere 160 000 DM beantragt werden. Die Restsumme sollte durch Eigenmittel, bzw. Eigenleistung der Mitglieder und zinsgünstigste Darlehen gedeckt werden.

Endlich war es soweit, am 28. Mai 1988 fand unter der fachkundigen Leitung unseres Architekten Dipl.-Ing. Klaus Eiring der erste Spatenstich statt und bis zum Winter war das Dach gedeckt. In der folgenden milden Witterung wurde mit dem Innenausbau fortgefahren. Der Elan der freiwilligen Helfer war so groß, dass manchmal sogar bis zu 20 Arbeiter am Wochenende oder am Feierabend auf der Baustelle im Einsatz waren. Lediglich die Kosten für das Baumaterial, für die Erd- und Zimmererarbeiten sowie die Fenster- und Einrichtungsgegenstände fand man auf der Ausgabenseite, alle anderen Gewerke wurden von einigen äußerst engagierten Mitgliedern in Eigenregie erstellt und man so die steigenden Baukosten recht gut in den Griff bekommen konnte.

Am 9. September 1990 schließlich fand in einem festlichen Rahmen die feierliche Einweihung durch Kaplan Werner Mohr des neuen Sportheimes statt, bei der alle Anwesenden Worte voller Bewunderung und Komplimente für diese gelungene Werk fanden und in den höchsten Tönen lobten.

Im Nachhinein konnte man erfreulicherweise feststellen, dass durch die enorme Opfer- und Leistungsbereitschaft der Mitglieder dieser Finanzrahmen auch eingehalten werden konnte, vor allem weil 13 495 freiwillige und unentgeltliche geleistete Arbeitsstunden der TSV-Mitglieder während der zweijährigen Bauzeit zum Gelingen des Werkes beigetragen haben.

Seit dieser Zeit ist dieses Sportheim zu einer lebendigen Heimstadt für die immer größer werdenden Schar der TSV-Abteilungen geworden, die fast jeden Tag in der Woche mit sportlichen Aktivitäten erfüllt wird.

 

 

 

 

 

Mehr als 7000 freiwillige Arbeitsstunden leisteten sie beim  Sportheimbau; rechts 1. Vorsitzender Alois Dietz, links sein Stellvertreter Heinz Schätzlein

 

(Beitrag von Alois Dietz)