Frühjahr // Baudenkmal Kreuzschlepper Hofheimerstr. // 580,5 KB | zur StartseiteFrühjahr/Sommer/Herbst | zur StartseiteSommer | zur StartseiteFrühjahr/Sommer/Herbst | zur StartseiteFrühjahr/Sommer | zur StartseiteFrühjahr // Flieder mit Forsthaus // 677,5 KB | zur Startseite
Teilen auf Facebook   Link zur Seite versenden   Druckansicht öffnen
 

Geschichte Wirtshäuser

Einleitung

Die Geschichte der Goßmannsdorfer Gastwirtschaften seit dem 18. Jahrhundert ist zwangsläufig mit der gesamten Dorfgeschichte  und dem dörflichen Leben in der jeweiligen Zeit eng verbunden.  Die Funktion der Gaststätten war damals vielfältig. Sie dienten nicht nur der Befriedigung leiblicher Genüsse sondern vor allem auch als Informations- und Unterhaltungszentrum.  Die Wirtshäuser spielten also in unserem Ort im Alltags- und Freizeitleben eine große Rolle. 

 

Bevor das Fernsehen in den Wohnzimmern Einzug hielt und die Mobilisierung der Gesellschaft dazu führte, dass auch die entferntesten Kneipen und Diskotheken angesteuert werden konnten, waren die Gastwirtschaften im Dorf die zentralen Anlaufstellen für ein paar Bier oder Schoppen am Abend und an Wochenenden. 

 

Zahlreiche Feste und Tanzvergnügen am Fasching und an der Kirchweih  und die in Goßmannsdorf sehr bekannten und beliebten Theatervorstellungen fanden früher in den Sälen der Wirtshäuser statt.

Unsere Kirchweih wurde früher an Martini gefeiert. Später wurde der Termin nach Absprache der Wirte auf Ende September verlegt, eine Woche nach der Hofheimer Kirchweih. Tanzsäle waren in der Krone, im Schwanen und im Schwarzen Adler (Hömer). Es gab zwei Tanzveranstaltungen an der Kirchweih, Samstag und Sonntag und zwei Veranstaltungen zur Nachkirchweih. Der Wirt, der am Kirchweihsamstag Tanz hielt, durfte auch am Samstag der Nachkirchweih einen Tanz veranstalten. Ein Jahr später begann ein anderer Wirt.

 

Bis zum frühen 19. Jahrhundert brauten die Gasthäuser ihr Bier selbst. Später versuchten die Wirte mehr und mehr im Gemeindebrauhaus zu brauen, was der übrigen Dorfbevölkerung nicht gefiel, da diese in ihrer Brautätigkeit eingeschränkt wurde. Ein Gesamtgemeindebeschluß vom 06. Februar 1881 regelte, dass 4 Wochentage für das Brauen der Goßmannsdorfer Bürger freizuhalten sind.

 

Standort der Goßmannsdorfer Wirtshäuser  --> hier

 

Die Wirtshäuser im einzelnen:

 

NameZweitname/örtl. Bez.Adresse*Letzter BesitzerEröffnungGeschlossen
Schwarzer Adler 

Königsberger Str. 21

Franz Schwinnum 18001910
Schwarzer AdlerMelcherlaHauptstraße 102Josef Hömer 19222006
Zum SchwanSchwanerwirtHauptstraße 98Michael Mantelvor 17911980
Zur KroneKronerwirtHsnr. 40Werner Mantelvor 1812offen
Gasthaus WüchnerBäckenrichardHauptstraße 56Albert Wüchner18731966
Pension Dünningerzum ToniHsnr. 120Anton Dünninger19601989
SulzenmühleSulzermühl 

Fam. Toelle

 

19641990

* Adressen vor Änderung der Straßennamen und Hausnummern 2022

Genauere Informationen über das jeweilige Gasthaus erhält man durch anklicken des Namens.

 

Quellenangabe:

Die Informationen zu den Seiten "Geschichte der Wirtshäuser"  wurde von Albin Müller gesammelt und ausgewertet. Er erhielt entsprechende Informationen von den noch lebenden Besitzern oder den Erben und Nachkommen. Auch die Aussagen älterer Bürger sind mit eingeflossen.

Schriftstücke und Kopien von alten Dokumenten aus dem Hofheimer Stadtarchiv und aus dem Staatsarchiv Würzburg bestätigen und unterstützten seine gesammelten Hinweise.  Auch die Chronik des ehem.  Pfarrers Dr. A. Ludwig aus dem Jahre 1894 war ihm sehr hilfreich. 

 

Die Texte und Daten für die Homepage wurden von Michael Wüchner, Administrator der Goßmannsdorfer Homepage, redaktionell um- und eingearbeitet .