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Bericht von der Einweihung der "Alten Schule

Goßmannsdorf, den 15.11.2021

Einweihung der Alten Schule in Goßmannsdorf 30.10.2021


 

Früher wurden hier Kinder unterrichtet, später war es Lehrerwohnhaus, Rathaus, Sparkassenfiliale, und Vereinsheim. Doch von jetzt an steht die ehemalige Schule in Goßmannsdorf jedermann im Ort zur Verfügung und erstrahlt in neuem Glanz. Doch nicht nur das macht den Bau besonders.

Acht Jahre intensiver Arbeit haben sich gelohnt. Die Bürger von Goßmannsdorf haben aus ihrer ehemaligen Schule ein Dorfgemeinschaftshaus gemacht. Eines, das im Kreis seines gleichen suchen dürfte. Was die Bürger mit Projektleiter Alois Dietz zusammen mit der Stadt Hofheim und dem Amt für Ländliche Entwicklung am Samstag bei der Übergabe vorzeigen konnten, beeindruckte die Teilnehmer der Feier.

Bürgermeister Wolfgang Borst bat zu Beginn der Einweihungsfeier um eine Gedenkminute für Burkard Mantel, der im Frühjahr plötzlich verstorben war. Mantel sei einer der beiden Initiatoren für die Sanierung der Alten Schule gewesen, so Borst. Ein zentraler Schlüssel für belebte Orte seien funktionierende Dorfgemeinschaftshäuser. In diesem Zusammenhang dankte der Bürgermeister den Geldgebern. Einer davon war das Amt für ländliche Entwicklung (ALE). Dieses war in Goßmannsdorf durch Baudirektor Jürgen Eisentraut vertreten, der sich darüber freute, dass sich das Bürgerhaus zu einem Treffpunkt für Jung und Alt entwickle. Ihm war wichtig, dass durch den Umbau der historischen Gemäuer der Alten Schule der eigenständige Charakter des Ortsbildes in unmittelbarer Nähe der Kirchenburganlage erhalten bleibt.

Wichtig sei auch, dass das Projekt mit einer Bausumme von 1,3 Millionen Euro zu 90 Prozent gefördert werden konnte. Eisentraut wies daraufhin, dass zurzeit in Unterfranken 245 umfassende und einfache Dorferneuerungen in 330 Orten laufen.

Landrat Wilhelm Schneider dankte den Goßmannsdorfern, die mit der Zukunftswerkstatt den Grundstein einer jahrelangen Ideensammlung gelegt hätten. Mit dem Umbau der Alten Schule zum Dorfgemeinschaftshaus sei eine zentrale Anlaufstelle mitten im Dorf für die 680 Einwohner entstanden, ein Dreh- und Angelpunkt des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens. Der Dank des Landrats galt besonders den vielen fleißigen Helfern, die durch ihr Engagement 80 000 Euro an Kosten eingespart hätten. Die Sanierung dieses Projekts würde genau in die Ziele der Hofheim-Allianz passen, erklärte Landrat Schneider. Er übergab ein Landkreiswappen, das künftig in dem sanierten Gebäude hängen wird.

Landtagsabgeordneter Steffen Vogel bezeichnete es als ökologischen und wirtschaftlichen Unsinn, den Zuzug in die Stadt zu fördern, wo doch auf dem Land viel Leerstand herrsche. Es hätte sich stattdessen ein Wettkampf bei der Verteilung der Fördermittel zwischen Stadt und Land entwickelt. Allerdings müsste die ländliche Struktur so verbessert werden, dass die Leute gerne in die Dörfer ziehen oder dort bleiben. Ein Positivbeispiel hierfür sei die Sanierung der Alten Schule in Goßmannsdorf. Die Hofheimer Allianz bezeichnete Vogel als Taktgeber für so eine Entwicklung in ganz Bayern.

Architekt Sebastian Pollach gab nochmals einen detaillierten Einblick in die Maßnahme, ehe er einen „gebackenen Schlüssel“ an die Goßmannsdorfer überreichte.

Projektleiter Alois Dietz erklärte, dass das Objekt schon 253 Jahre auf dem Buckel habe, denn es sei in Jahre1768 erbaut worden. „Dort, wo früher die Goßmannsdorfer zur Schule gegangen sind und Ehepaare getraut wurden, ist nun ein neues Haus entstanden, ein Dorfgemeinschaftshaus mit Funktionsräumen für alle Vereine, für die Jugend, für eine Bibliothek, einfach ein Treffpunkt für alle Goßmannsdorfer“, erklärte Dietz. Insgesamt waren 56 verschiedene Bauhelfer im Einsatz, 26 hätten mehr als zehn Stunden freiwillig geleistet, etliche sogar über 100 Stunden; der Jüngste war 14, der Älteste 82 Jahre alt.

Da sich künftig jemand um das neue Schmuckstück kümmern muss, unterschrieben Bürgermeister Wolfgang Borst und die 3. Bürgermeisterin und der Vorsitzenden der Zukunftswerkstatt Goßmannsdorf, Julitta Ott, einen Vertrag, nach dem die Dorfgemeinschaft Hausherrin wird und Bürgermeister Wolfgang Borst künftig als Gast willkommen ist.


 

Nach Gerhard Schmidt, NP