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Der Goßmannsdorfer Wald

 

Mit 356 ha nimmt der Wald der ehemaligen Gemeinde Goßmannsdorf fast die Hälfte des heutigen Stadtwaldes Hofheim ein. Die Waldflächen befinden sich überwiegend am Haßbergtrauf und ziehen sich zum Teil noch in die Haßberge hinein.

 

In den Hanglagen finden sich meist alte Laubholzbestände, wohingegen auf den Plateaulagen verstärkt die Nadelholzflächen und jüngere Laubholzkulturen (entstanden nach den Stürmen 1990) vorzufinden sind. Damit nimmt der Laubholzanteil seit den 90iger Jahren wieder deutlich zu und liegt gegenwärtig bei ca. 53 % - wie einst nach dem 2. Weltkrieg.

 

Von 1926 bis heute gab es für den Wald der Goßmannsdorfer vier Forsteinrichtungswerke - das sind sogenannte langfristige Planungsgrundlagen, die eine nachhaltige forstliche Bewirtschaftung sicherstellen sollen. Die Waldareale des Distriktes I Goßmannsdorfer Wald wurden im aktuellen Forsteinrichtungswerk (Operat) von 2001 in 12 Abteilungen untergliedert. Die verwendeten Abteilungsbezeichnungen sind noch dieselben Namen wie im damaligen Forsteinrichtungswerk aus 1955. Auch die Abgrenzungen der einzelnen Areale sind nahezu identisch.

 

Aus diesen noch vorhandenen forstlichen Unterlagen geht hervor, dass der Goßmannsdorfer Wald seit Anfang des 20. Jahrhunderts von Forstleuten betreut wurde und die Handschrift zahlreicher Förster trägt. Heute wird der Goßmannsdorfer Wald vom Forstrevier Hofheim, das wiederum zum Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schweinfurt gehört, betreut.

 

Der Wald unterliegt seit Anfang des 20. Jahrhunderts keinen Forst- und Holzrechten mehr. Jedoch existieren auf vielen Hausnummern im Dorf im Grundbuch eingetragene Holznutzungsrechte, die schon lange nicht mehr ausgeübt werden.

 

Erwähnenswert ist ein ehemaliger alter Handelsweg, der sogenannte Rennweg, der sich durch den auf dem Plateau gelegenen Wald zieht. Zusammen mit anderen Forstwirtschaftswegen, die nach und nach in die Waldflächen gebaut wurden, erschließen sie den heutigen Goßmannsdorfer Wald.

 

Der gesamte Wald der Goßmannsdorfer ist bis auf wenige Grenzsteine zur Flur hin nahezu vollständig abgemarkt.

 

Verfasser: Bernhard Streck, Revierförster (Jan. 2015)