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Kirchengeschichte

Geschichte der Pfarrei und Kirche

 

Am 12. März 1353 wurde Goßmannsdorf durch den Würzburger Bischof Albrecht von Hohenlohe zur selbständigen Pfarrei erhoben und von der Großpfarrei Rügheim getrennt. Von der alten Kirche, die ein Jahrhundert zuvor entstanden war, hat sich bis auf den heutigen Tag das Untergeschoss erhalten, also das älteste Denkmal unseres Dorfes.

 

Nach der Erhebung zur Pfarrei begann man den Hügel, auf dem sich die Kirche über dem Dorf erhebt, mit einer Kirchenburg zu festigen. Diese sehr wehrhafte Anlage besaß vier Türme. Sie war in Kriegszeiten eine sichere Zufluchtsstätte der Dorfbevölkerung.

 

Fürstbischof Julius Echter ließ um 1610 den Turm der Kirche um zwei Geschosse erhöhen und mit der hohen Turmspitze versehen. Nach den Plänen des berühmten Würzburger Barockbaumeisters Joseph Greissing (1664-1721), dem Lehrmeister seines bekannteren Nachfolgers Balthasar Neumann, wurde das heutige Kirchenschiff 1716 erbaut.

 

Die Innenausstattung der Kirche bestand aus gotischen Flügelaltären, die im 18. Jahrhundert durch barocke Altäre abgelöst wurden. Die heutige, überaus wertvolle Ausstattung verdankt unsere Kirche dem Eifer und Kunstverständnis des Pfarrers Dr. Ludwig und der damaligen spendefreudigen Gemeinde. Der barocke Hochaltar wurde 1894 aus Stadtlauringen erworben. Die sehr schönen Seitenaltäre kamen aus der Stadtkirche von Schweinfurt und waren vorher in der Karthäuserkirche in Würzburg. Es sind Werke des letzten großen Würzburger Rokoko-Bildhauers Peter Wagner. Der große Kunstwert derselben geht aus der Tatsache hervor, dass der Kultusminister von Müller die Altäre für das neue Nationalmuseum in München zu kaufen beabsichtigte. Kanzel und Kommunionbank sind ebenfalls von Schweinfurt und waren vorher im Kloster Himmelspforten.

 

Der alte Friedhof befand sich um die Kirche innerhalb der Mauern. 1819 wurde der heutige Friedhof angelegt, an dessen oberem Ende 1927 die Gedächtniskapelle für die Gefallenen der Kriege errichtet wurde. 1968 wurde vor dem Eingang des Friedhofs das Leichenhaus gebaut.

 

Von 1893 - 1900 ist Dr. August Friedrich Ludwig aus Mainbernheim Pfarrer in Goßmannsdorf. Er hat sich besondere Verdienste um die Ausstattung der Pfarrkirche und um die Erstellung einer Dorfchronik erworben. Ihm folgten Pfarrer Elias Schmitt aus Arnshausen i. d. Rhön bis 1906 und Pfarrer Richard Hahn aus Untertheres  bis 1912.

Von 1913 -1951, während den schweren Kriegsjahren, war Philipp Kuhn aus Riedenheim Pfarrer und später Dechant (Dekan) in Goßmannsdorf.

 

Im März 1942 mussten im Kirchturm zwei Glocken ausgebaut und der Rüstungsindustrie zur Verfügung gestellt werden. (Zeitzeugnis)

Ergänzt wurde das Glockenwerk zu einem vierstimmigen Geläute 1950. Die Glocken I - III stammen von der Fa. Grüninger in Villingen. 

 

1951 löste Pfarrer Saß aus Münsterschwarzach Pfarrer Philipp Kuhn ab, der als Ruhestandspfarrer ins Kloster Eichelsdorf wechselte, aber noch lange Jahre Aushilfsdienste in Goßmannsdorf leistete.

 

Kugel, Kreuz und Wetterhahn der Kirche waren im Laufe der Zeit, vor allem durch die Einwirkungen des 2. Weltkrieges, schadhaft geworden. Sie wurden 1971 vollkommen neu erstellt und vergoldet. Auch die vier Zifferblätter der Uhren wurden neu verzinkt und vergoldet. Zum Inhalt der Kugel wurde ein Schreiben des 1. Bürgermeisters Heinrich Schramm über das Dorfgeschehen von 1929 bis1971 beigefügt.

 

Von 1975 – 1976 hat Geistlicher Rat Dr. Schwind mit großer Initiative und Einsatz die erste sehr umfassende und sehr eingehende Gesamtrestaurierung der Kirche seit ihrem Bestehen mit Unterstützung der opferfreudigen Gemeinde durchgeführt. Mit dem Wegzug des Geistlichen Rates Dr. Schwind im Jahre 1976 hat Goßmannsdorf keinen Pfarrer mehr. Die Kirchengemeinde wird seitdem vom Pfarramt Hofheim betreut.

 

1985 wurde ein Pfarrheim gebaut. Die ganze Bevölkerung kann es nutzen. Es stellt eine weitere Bereicherung des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens der Gemeinde dar. Ebenfalls 1985 wurde am „Multerrangen“ ein neues Eichenkreuz errichtet.

 

Eine umfangreiche Innenrenovierung der Kirche St. Margaretha findet 1995-96 statt. Die Gebrüder Wald aus Fladungen restaurieren die beiden Seitenaltäre und führen diese wieder farblich auf ihren ursprünglichen Zustand von 1756  zurück.

 

Im Jahr 2002 werden an allen vier Glocken Verbesserungen durchgeführt. Klöppel und Klöppellauf werden repariert, die Stahljoche werden durch Eichenholzjoche ersetzt.

 

Das bis 1979 genutze alte Pfarrhaus in der Pfarrgasse wird 2007 abgerissen. Die freie Fläche dient als Parkplatz für das Pfarrheim.

 

Der Einbau einer neuen Orgel im Jahr 2010 wurde notwendig. Den Auftrag erhielt die Firma Rensch/Lauf am Neckar. Die Kosten beliefen sich auf 150.000 € für die Orgel und auf 36.000 € für den Umbau der Empore.

 


 

Quellennachweis:

  • Pfarrer Dr. Ludwig, Geschichte von Goßmannsdorf
  • Prof. Dr. Josef Dünninger, Geschichte von Goßmannsdorf
  • 1. Bgmstr. Heinrich Schramm,  "Zum Dorfgeschehen", 21.10.1971. (Duplikat der Beilage in Kirchturmkugel vom 22.10.1971)
  • Oberstleutnant d.D. Phillipp Müller, Ergänzung neuere Geschichte, Festschrift Musikverein Juli 1985
  • Michael Wüchner, Überarbeitung und Ergänzung, 2014/15